"Zum Thema AJAX: Die Technik kann viel für die Benutzbarkeit tun,
wenn sie gut eingesetzt wird. Sie verstärkt aber mitunter
Kompatibilitätsprobleme unterschiedlicher Browser- oder
Plattformlösungen und verlangt mehr Usability-Testing als klassische
Online-Angebote. Mitunter gehen Ajax-Angebote aber auch gewaltig
am gewünschten Benutzerszenario vorbei. "Unsere Ergebnisse zeigen klar,
dass Ajax-basierte Anwendungen zwar oftmals den Spieltrieb der Benutzer
befriedigen und deshalb zunächst als 'neu' empfunden werden. Letztlich
steht für den Nutzer jedoch die Zweckorientierung der Interaktionsform
im Vordergrund", erklärt Ina Mayer, die für die Ray sone AG und die
Fachhochschule Furtwangen eine vergleichende Studie durchführte. ...
Zusammenfassend leitet Mayer hieraus ab, dass Ajax nicht generell
benutzerfreundlich zu werten ist. Im Gegenteil: Die Benutzer
akzeptieren innovative Ansätze nur dort, wo sie den Mehrwert schnell
und deutlich erkennen."
Internet World Business 11/07, 29. Mai 2007, S. 27
Aus
eigener Erfahrung kann ich die Skepsis von Ina Mayer sehr gut
nachvollziehen. So schön ein Drag- and Drop mit AJAX-Unterstützung auch
ist, so komfortabel ein Paging ohne Seitenreload auch erscheinen mag.
Die Fragen sind: Will der User diese Features überhaupt? Sind diese
Features an dieser Stelle überhaupt sinnvoll? Oder ist diese Art
der Softwareentwicklung lediglich eine Spielwiese für
Produktverantwortliche oder den Entwickler selbst? Schaut mal, wie cool
unsere Website ist! Wir haben halt was drauf! Ob das dem Benutzer
gefällt, ob er mit dem abweichenden Verhalten der Website zurechtkommt,
ob er sich wie gewohnt eine Seite bookmarken kann. Was soll's. Die
Techniken sind da, also werden sie auch angewendet