Jul 18
2007

"Zum Thema AJAX: Die Technik kann viel für die Benutzbarkeit tun, wenn sie gut eingesetzt wird. Sie verstärkt aber mitunter Kompatibilitätsprobleme unterschiedlicher Browser- oder Plattformlösungen und verlangt mehr Usability-Testing als klassische Online-Angebote.  Mitunter gehen Ajax-Angebote aber auch gewaltig am gewünschten Benutzerszenario vorbei. "Unsere Ergebnisse zeigen klar, dass Ajax-basierte Anwendungen zwar oftmals den Spieltrieb der Benutzer befriedigen und deshalb zunächst als 'neu' empfunden werden. Letztlich steht für den Nutzer jedoch die Zweckorientierung der Interaktionsform im Vordergrund", erklärt Ina Mayer, die für die Ray sone AG und die Fachhochschule Furtwangen eine vergleichende Studie durchführte. ... Zusammenfassend leitet Mayer hieraus ab, dass Ajax nicht generell benutzerfreundlich zu werten ist. Im Gegenteil: Die Benutzer akzeptieren innovative Ansätze nur dort, wo sie den Mehrwert schnell und deutlich erkennen."

Internet World Business 11/07, 29. Mai 2007, S. 27

Aus eigener Erfahrung kann ich die Skepsis von Ina Mayer sehr gut nachvollziehen. So schön ein Drag- and Drop mit AJAX-Unterstützung auch ist, so komfortabel ein Paging ohne Seitenreload auch erscheinen mag. Die Fragen sind: Will der User diese Features überhaupt? Sind diese Features an dieser Stelle überhaupt sinnvoll?  Oder ist diese Art der Softwareentwicklung lediglich eine Spielwiese für Produktverantwortliche oder den Entwickler selbst? Schaut mal, wie cool unsere Website ist! Wir haben halt was drauf!  Ob das dem Benutzer gefällt, ob er mit dem abweichenden Verhalten der Website zurechtkommt, ob er sich wie gewohnt eine Seite bookmarken kann. Was soll's. Die Techniken sind da, also werden sie auch angewendet Smile

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