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Warum verhalten sich Menschen irrational, wenn es ums Geld geht?

by rolosee 4. June 2008 08:15

Dieser Frage geht ein Artikel im Magazin Technology Review (06/2008, S. 32 ff.) nach. Auf dem Gebiet der Neuroökonomie sollen Forschungen mittels Kernspintomografen Antworten auf solche Fragen finden. Die Ergebnisse sind jedoch z.T. umstritten. Es wurde beispielsweise nachgewiesen, dass im Gehirn ohne Kenntnis der Getränkemarke ein "Belohnungszentrum" beim Trinken von Pepsi-Cola weitaus aktiver war als bei Coca-Cola. Teilte man den Probanten die Marken vor dem Test mit, fiel das Untersuchungsergebnis umgekehrt aus. Hmm, ist das nun glaubwürdig oder nicht?

Interessant auch ein weiteres Untersuchungsergebnis:

Offensichtlich kann zudem nicht nur eine gut etablierte Marke, sondern auch einfach ein hoher Preis besonders lecker schmecken: Vor einigen Monaten setzte der Wirtschaftsforscher Antonio Rangel vom Caltech 20 Versuchspersonen verschiedene Weinproben vor und nannte ihnen dabei einen Preis. Je teurer der edle Tropfen angeblich war, so zeigte sich, desto stärker war das Belohnungszentrum im Hirn aktiv. Allerdings hatten die Forscher die Preisschilder ausgetauscht - die Probanten mochten den billigen Wein lieber, wenn er ihnen als teuer verkauft wurde, und den eigentlich hochwertigen Wein weniger, wenn er günstiger war. "Die meisten Menschen glauben, dass Preis und Qualität voneinander abhängen, daher ist es für das Gehirn nur natürlich, den Preis bei der Einschätzung des Geschmacks mit einzubeziehen", erklärt Rangel. ... Das Experiment habe gezeigt, wie wenig das subjektive Erleben eines Produkts mit seinen eigentlichen Qualitäten zu tun habe - und wie die Erwartung guter Qualität die emotionalen Zentren im Gehirn der Konsumenten anspreche.

Die geschilderten Verhaltensweisen kann ich auch an meiner Person entdecken. Dennoch bringen mich die Untersuchungsergebnisse ins Grübeln. Wie oft haben schon seriöse Untersuchungen aufgezeigt, dass z.B. das Ketchup bei Aldi von der Qualität her besser ist, als ein Markenketchup. Kürzlich war erst der Test unterschiedlicher Biersorten im Fernsehen zu sehen. Ohne Kenntnis der Marke haben hier günstigere Produkte sehr gut abgeschnitten.

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Allgemein | IT - Menschen

Anforderungen an eine ASP.NET Website

by rolosee 24. January 2008 08:48

Anläßlich der BASTA! Konferenz 2008, die Ende Februar in Frankfurt stattfinden wird, hält Dr. Holger Schwichtenberg einen interessanten Vortrag zum Thema "ASP.NET Best Practices" mit dem Schwerpunkt "Was muss eine Website sein?"

Als Anforderungen listet er folgende Punkte auf:

Eine Website muss 

  1. benutzerfreundlich
  2. sicher
  3. performant
  4. schnell fertig
  5. wartbar
  6. in Google auf Platz 1 sein.

Allen genannten Anforderungen bin ich in den vergangenen Jahren immer wieder begegnet. Zu jedem Punkt ließen sich stundenlange Diskussionen veranstalten. Ein Schmunzeln haben mir jedoch die Punkte 4 und 6 abgerungen :-)

 

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ASP.NET | IT - Menschen

Konzentration unmöglich?

by rolosee 8. December 2007 15:52

Computer-Soziologin Gloria Mark von der University of California hat ein Jahr mehrere tausend Menschen in Amerika bei der Arbeit beobachtet. Das Ergebnis:

"Etwa 11 Minuten beschäftigten sich die Mitarbeiter mit einer Aufgabe, bevor sie abgelenkt wurden durch eine E-Mail, einen Anruf, eine SMS oder durch einen Kollegen. Erst nach 25 Minuten waren sie zur eigentlichen Aufgabe zurückgekehrt, brauchten aber 8 Minuten, um sich wieder hineinzudenken.

Folglich kam schon 3 Minuten später die nächste Störung. Viele schafften es gar nicht mehr zurück zu ihrer Aufgabe. Im Schnitt behandelte jeder 12 Themen gleichzeitig. Job und Privates gingen durcheinander. Konzentration unmöglich. Alles hüpft immer schneller."

Dieses Problem wurde zwar in Amerika beobachtet und beschrieben, bekannt kommt es mir trotzdem vor, obwohl ich in Deutschland in der IT-Branche tätig bin. Die Organisation der eigenen Arbeit gerät mehr und mehr zu einem Kunststück. Chronische Unterbesetzung, nur wichtige oder sehr wichtige Aufgaben, die keinen Verzug dulden, auf dem Tisch, Erreichbarkeit an allen Orten über verschiedenste Medien, Timeboxing, usw.

Gerhard Reichel vom Institut für Rhetorik in Forchheim hat mir die o.g. Sätze zugeschickt und gleichzeitig mit der Empfehlung verbunden, den Augenblick wieder zu leben. Gerade jetzt in der Weihnachtszeit bietet sich die Gelegenheit besonders, etwas Tempo aus dem Leben zu nehmen, ein wenig innezuhalten und sich auf jene Dinge zu konzentrieren, die für uns wesentlich sind und unser Leben bereichern. Ich stimme Herrn Reichel bei. Die Gelegenheit ist derzeit günstig und der Bedarf ist da :-)

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IT - Menschen

Steht der Zusammenbruch des Internet bevor?

by rolosee 2. November 2007 10:03

Das behauptet zumindest Lawrence G. Roberts, ein Mitbegründer des Internet-Vorläufers Arpanet

Unter dem Titel "Routing Economics Threaten the Internet" fasst er eine Reihe von Entwicklungen zusammen, die seiner Meinung nach den weiteren Bestand des Internets bedrohen. Neben den hohen Kosten und den damit einhergehenden ökonomischen Problemen sieht Roberts weitere Schwachpunkte in den Bereichen Quality und Security. Sein Fazit: "Currently, we are expecting the same 40-year-old technology to support not only information exchange like Web browsing and email, but all our real-time traffic such as voice and video. Three basic problems must be overcome to accomplish this: quality, security, and economics. We need to improve packet forwarding design if we are going to fix these problems."
 
In der Tat hat sich das Internet in den letzten Jahren rasant entwickelt. Eine Website, die lediglich Texte und Verlinkungen anbietet, gerät mehr und mehr zum Auslaufmodell. Heutzutage stehen multimediale Seiten im Focus. Videodownload, Filesharing, Peer-to-Peer-Netze, mehrere parallele Streams ohne Ruckeln ansehen, und das nicht nur genutzt durch vereinzelte Power-Anwender sondern zunehmend vom "normalen" Internetuser. Allein die letztgenannten  Möglichkeiten, das Internet zu nutzen, beanspruchen ca. 80 % dessen Bandbreite. Und ein Ende dieses Trends ist nicht abzusehen.
Man darf gespannt sein, was uns die Zukunft in dieser Hinsicht bringt. Der Mensch hat sich schon immer etwas Revolutionäres einfallen lassen, wovon man vorher nur geträumt hat. Daher bin ich zuversichtlich, dass Fortschritte in der technologischen Entwicklung dem Zusammenbruch des Internets zuvorkommen .-)

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Technik | IT - Menschen

XTOPIA Berlin, erster Tag

by rolosee 11. October 2007 07:58

Hi, eh man sich versieht, ist der erste Tag der XTOPIA in Berlin auch schon vorbei.

Die ca. 600 Teilnehmer konnten schon in den Keynotes Schlagworte wie "digitale Vernetzung", "kuenftige Innovationen kommen aus der Softwarebranche", "realitaetsnahe Infos werden kuenftig in allen Medien zur Verfuegung stehen" hoeren. Es wurden durch Achim Berg, Chef von Microsoft Deutschland die Produkte Silverlight, Microsoft Popfly und Software as a Service in das Rampenlicht gestellt.

Sehr interessant war auch der Vortrag von Sanjay Parthasarathy, der erkannte, dass tatsaechlich zur Zeit sehr viele Buzzwords herumgeistern, gleichzeitig aber auch sehr viele Chancen fuer die Softwareentwicklung bestuenden. The language of Visualizsation: XAML. Einen weiteren Schwerpunkt sieht Sanjay auch in der Emotional Connection, die der User erfahren will. Software duerfe nicht mehr langweilig sein und der Entwickler habe mit Silverlight und Co. alle dazu notwendigen Tools.

Im Anschluss an die Keynotes folgten diverse Vortraege aus den Sparten Development, Design and Business. U.a. RIA mit ASP.NET Ajax und dem Toolkit oder die Vorstellung von Astoria als kuenftiges Werkzeug zur Kapselung und Vereinfachung des Datenzugriffes.

Daniel Walzenbach demonstrierte in seiner Session "Building MashUps with Windows live" die Vermischung und Darstellung von Daten aus verschiedenen Quellen. Eine eindrucksvolle Demo zur Einbindung von Microsoft Virtual Maps in aspx-Seiten zeigte die Leistungsfähigkeit und relativ kurze Entwicklungszeit dieser Technik auf.

Sebastian Weber gab einen Überblick zu den "Office Live Technologien von A-Z", die derzeit im Betastadium vorliegen und künftig webbasierte Dienste für kleinere Unternehmen bieten sollen. Die Bereiche E-Mail, Website und Intranetfunktionen sollen preislich gestaffelt zur Verfügung stehen.

Nun ja, heute geht es in erster Linie um Silverlight. Wie wuerde ein Bekannter aus Bayern sagen: "Schau mer mal".

OK, los geht es.

PS: Die Party gestern war auch nicht schlecht. Man konnte zwischen Kinovorfuehrungen, Kabarett und DJ waehlen. 

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Ajax | WEB 2.0 | Silverlight - WPF | ASP.NET | Microsoft | IT - Menschen

Erreichbarkeit jederzeit an allen Orten?

by rolosee 29. August 2007 08:46

 "Immer mehr Menschen nehmen ihr Handy oder ihren Laptop mit ins Bett, um E-Mails auch am Abend und in der Nacht abrufen zu können. Dabei konfiguriert ein Großteil der mobilen E-Mail-User das Gerät so, dass jede neue Nachricht sofort an das Gerät weitergeleitet wird.
Dabei wird kein noch so ungewöhnlicher Ort ausgelassen, um dem Kommunikationslaster zu frönen. Neben dem eigenen Schlafgemach schrecken mobile E-Mail-Anwender offenbar auch nicht davor zurück, während des Kirchgangs ihre Nachrichten abzurufen. Zumindest 12 Prozent der Befragten gaben zu Protokoll, auch in Gotteshäusern hereinkommende E-Mails gelesen zu haben. Noch verbreiteter ist die E-Mail-Nutzung im eigenen Badezimmer (53 Prozent) beziehungsweise während des Autofahrens (37 Prozent).
Darüber hinaus wird die E-Mail-Verfügbarkeit zunehmend auch zu einem Thema bei der Urlaubsplanung. Vier von fünf Befragten prüfen ihren Posteingang zumindest einmal am Tag, auch wenn sie auf Reisen sind. Laut einer von AOL America durchgeführten Umfrage zum Thema E-Mail-Sucht gaben 59 Prozent der Befragten an, Nachrichten im Pyjama oder Nachthemd zu lesen."

Computerwelt 24.08.2006, österreichische Wochenzeitung für IT, Telekom, Internet. S. 106

Dieser Artikel ist zwar schon ein Jahr alt, hat jedoch nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Diesen Drang, ständig erreichbar sein zu müssen, ständig auf dem aktuellen Stand sein zu müssen, bringt wohl die heutige Zeit mit sich. Wie weit man allerdings damit geht, ist zum Glück dem Einzelnen überlassen. Ich denke, wenn man selbst während eines Gottesdienstes nicht mehr fähig ist, für diese kurze Zeitspanne "offline" zu sein, dann hat man schon einen kritischen Zustand erreicht. Der Trend führt sicherlich auch mehr und mehr zu einer Vermischung von Berufs- und Privatleben. Meiner Meinung nach sollte man auch hier darauf achten, gewisse Grenzen nicht zu überschreiten.

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Technik | IT - Menschen

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der Autor

Roland See Roland See
Senior Software Developer bei JobScout24. Weitere Infos gibt es hier.
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