Jun 04
2009

Unter www.bing.com ist seit einigen Tagen die neue Suchmaschine von Microsoft zu erreichen. Obwohl noch relativ neu, so hat sich im Web schon eine interessante Diskussion über die Leistungsfähigkeit von bing.com entwickelt. Wie bei fast allen Dingen ist es am besten, man probiert die Technik selbst aus. Am besten in der linken Bildschirmhälfte BING darstellen, auf der rechten Bildschirmhälfte GOOGLE. Dann mit den gleichen Suchbegriffen einige Suchen starten und die Ergebnisse sowie die Darstellung der Ergebnisse gegenüberstellen. Wer schon vorher einen kurzen Einblick haben möchte, kann hier einen kurzen Film in deutscher Sprache ansehen.

Ich denke, ein vorschnelles Urteil sollte man sich nicht erlauben. Nur allein weil die Suchmaschine von Microsoft zur Verfügung gestellt wird oder nur allein, weil es die Nachfolge von livesearch darstellt, reicht für eine realistische Bewertung nicht aus. Erst nach intensivem Testing und dem Einsatz im täglichen Gebrauch wird sich für den Einzelnen zeigen, ob bing.com eine Alternative zu Google oder anderen Anbietern darstellen kann.

 

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Nov 25
2008

Ein sehr interessantes Beispiel zur Problematik "Langzeitspeicherung digitaler Informationen" ist derzeit bei der NASA zu beobachten. Ein Artikel im Onlinemagazin der Computerwoche beschreibt die Situation: "Für neue Auswertungen der Apollo-Missionen in den 60er Jahren ist der Zugriff auf damals erstellte Bänder erforderlich – doch es gibt keine funktionierenden Laufwerke mehr."Den erfolgreichen Zugriff soll ein Laufwerk aus dem Jahr 1960 ermöglichen, welches irgendwo in Australien noch existiert und verfügbar ist.

Als Entwickler für das Web befaßt man sich im Grunde selten mit dieser Problematik. Die Halbwertszeit einer Webseite der dahinterliegenden Technik liegt ja meines Erachtens deutlich im einstelligen Jahresbereich. Spätestens dann wird die gesamte Technik auf eine neue Plattform gehoben, der alte Code wird bestenfalls archiviert, um im Falle eines Falles eingesehen werden zu können. Aber auch hier läßt sich der Hebel ansetzen. Auf welchem Medium archiviert man veralteten Code, um auch nach Jahrzehnten ggf. nochmals darauf zugreifen zu können? 

In meiner privaten "Datenträgersammlung" finden sich u.a. noch einige Disketten im Format 720 KB, 1,44 MB und 120 MB (Zip Laufwerk). Die beiden ersten Formate können zumindest bei mir zuhause nicht mehr gelesen werden, da kein Diskettenlaufwerk mehr in den PCs oder Notebooks existiert. Aber im Freundeskreis gibt es noch funktionierende Laufwerke. Zum Lesen des Inhaltes der ZIP Disk allerdings müßte ich schon in einem weiteren Umfeld recherchieren.

Wenn ich gelegentlich an meiner Schallplattensammlung (mit noch vorhandenem Plattenspieler) vorbeigehe, fühle ich mich irgendwie auf der sicheren Seite. Gleiches gilt, wenn ich ein "analoges, normales" Fotoalbum aufschlage und die Bilder von 1972 in den Händen halte. Nochmehr in Erstaunen versetzt mich das älteste Buch in meiner Büchersammlung aus dem Jahr 1720. Dort sind vom früheren Besitzer zusätzlich zum Druck Informationen mit Bleistift an den Seitenrändern eingetragen worden. Diese Anmerkungen haben sich so gut erhalten, dass man meinen möchte, sie seien erst gestern entstanden. Und außerdem brauche ich kein Laufwerk o.ä., um die Informationen lesen zu können.

Jun 04
2008

Dieser Frage geht ein Artikel im Magazin Technology Review (06/2008, S. 32 ff.) nach. Auf dem Gebiet der Neuroökonomie sollen Forschungen mittels Kernspintomografen Antworten auf solche Fragen finden. Die Ergebnisse sind jedoch z.T. umstritten. Es wurde beispielsweise nachgewiesen, dass im Gehirn ohne Kenntnis der Getränkemarke ein "Belohnungszentrum" beim Trinken von Pepsi-Cola weitaus aktiver war als bei Coca-Cola. Teilte man den Probanten die Marken vor dem Test mit, fiel das Untersuchungsergebnis umgekehrt aus. Hmm, ist das nun glaubwürdig oder nicht?

Interessant auch ein weiteres Untersuchungsergebnis:

Offensichtlich kann zudem nicht nur eine gut etablierte Marke, sondern auch einfach ein hoher Preis besonders lecker schmecken: Vor einigen Monaten setzte der Wirtschaftsforscher Antonio Rangel vom Caltech 20 Versuchspersonen verschiedene Weinproben vor und nannte ihnen dabei einen Preis. Je teurer der edle Tropfen angeblich war, so zeigte sich, desto stärker war das Belohnungszentrum im Hirn aktiv. Allerdings hatten die Forscher die Preisschilder ausgetauscht - die Probanten mochten den billigen Wein lieber, wenn er ihnen als teuer verkauft wurde, und den eigentlich hochwertigen Wein weniger, wenn er günstiger war. "Die meisten Menschen glauben, dass Preis und Qualität voneinander abhängen, daher ist es für das Gehirn nur natürlich, den Preis bei der Einschätzung des Geschmacks mit einzubeziehen", erklärt Rangel. ... Das Experiment habe gezeigt, wie wenig das subjektive Erleben eines Produkts mit seinen eigentlichen Qualitäten zu tun habe - und wie die Erwartung guter Qualität die emotionalen Zentren im Gehirn der Konsumenten anspreche.

Die geschilderten Verhaltensweisen kann ich auch an meiner Person entdecken. Dennoch bringen mich die Untersuchungsergebnisse ins Grübeln. Wie oft haben schon seriöse Untersuchungen aufgezeigt, dass z.B. das Ketchup bei Aldi von der Qualität her besser ist, als ein Markenketchup. Kürzlich war erst der Test unterschiedlicher Biersorten im Fernsehen zu sehen. Ohne Kenntnis der Marke haben hier günstigere Produkte sehr gut abgeschnitten.

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Jan 24
2008

Anläßlich der BASTA! Konferenz 2008, die Ende Februar in Frankfurt stattfinden wird, hält Dr. Holger Schwichtenberg einen interessanten Vortrag zum Thema "ASP.NET Best Practices" mit dem Schwerpunkt "Was muss eine Website sein?"

Als Anforderungen listet er folgende Punkte auf:

Eine Website muss 

  1. benutzerfreundlich
  2. sicher
  3. performant
  4. schnell fertig
  5. wartbar
  6. in Google auf Platz 1 sein.

Allen genannten Anforderungen bin ich in den vergangenen Jahren immer wieder begegnet. Zu jedem Punkt ließen sich stundenlange Diskussionen veranstalten. Ein Schmunzeln haben mir jedoch die Punkte 4 und 6 abgerungen :-)

 

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Dec 08
2007

Computer-Soziologin Gloria Mark von der University of California hat ein Jahr mehrere tausend Menschen in Amerika bei der Arbeit beobachtet. Das Ergebnis:

"Etwa 11 Minuten beschäftigten sich die Mitarbeiter mit einer Aufgabe, bevor sie abgelenkt wurden durch eine E-Mail, einen Anruf, eine SMS oder durch einen Kollegen. Erst nach 25 Minuten waren sie zur eigentlichen Aufgabe zurückgekehrt, brauchten aber 8 Minuten, um sich wieder hineinzudenken.

Folglich kam schon 3 Minuten später die nächste Störung. Viele schafften es gar nicht mehr zurück zu ihrer Aufgabe. Im Schnitt behandelte jeder 12 Themen gleichzeitig. Job und Privates gingen durcheinander. Konzentration unmöglich. Alles hüpft immer schneller."

Dieses Problem wurde zwar in Amerika beobachtet und beschrieben, bekannt kommt es mir trotzdem vor, obwohl ich in Deutschland in der IT-Branche tätig bin. Die Organisation der eigenen Arbeit gerät mehr und mehr zu einem Kunststück. Chronische Unterbesetzung, nur wichtige oder sehr wichtige Aufgaben, die keinen Verzug dulden, auf dem Tisch, Erreichbarkeit an allen Orten über verschiedenste Medien, Timeboxing, usw.

Gerhard Reichel vom Institut für Rhetorik in Forchheim hat mir die o.g. Sätze zugeschickt und gleichzeitig mit der Empfehlung verbunden, den Augenblick wieder zu leben. Gerade jetzt in der Weihnachtszeit bietet sich die Gelegenheit besonders, etwas Tempo aus dem Leben zu nehmen, ein wenig innezuhalten und sich auf jene Dinge zu konzentrieren, die für uns wesentlich sind und unser Leben bereichern. Ich stimme Herrn Reichel bei. Die Gelegenheit ist derzeit günstig und der Bedarf ist da :-)

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Nov 02
2007

Das behauptet zumindest Lawrence G. Roberts, ein Mitbegründer des Internet-Vorläufers Arpanet

Unter dem Titel "Routing Economics Threaten the Internet" fasst er eine Reihe von Entwicklungen zusammen, die seiner Meinung nach den weiteren Bestand des Internets bedrohen. Neben den hohen Kosten und den damit einhergehenden ökonomischen Problemen sieht Roberts weitere Schwachpunkte in den Bereichen Quality und Security. Sein Fazit: "Currently, we are expecting the same 40-year-old technology to support not only information exchange like Web browsing and email, but all our real-time traffic such as voice and video. Three basic problems must be overcome to accomplish this: quality, security, and economics. We need to improve packet forwarding design if we are going to fix these problems."
 
In der Tat hat sich das Internet in den letzten Jahren rasant entwickelt. Eine Website, die lediglich Texte und Verlinkungen anbietet, gerät mehr und mehr zum Auslaufmodell. Heutzutage stehen multimediale Seiten im Focus. Videodownload, Filesharing, Peer-to-Peer-Netze, mehrere parallele Streams ohne Ruckeln ansehen, und das nicht nur genutzt durch vereinzelte Power-Anwender sondern zunehmend vom "normalen" Internetuser. Allein die letztgenannten  Möglichkeiten, das Internet zu nutzen, beanspruchen ca. 80 % dessen Bandbreite. Und ein Ende dieses Trends ist nicht abzusehen.
Man darf gespannt sein, was uns die Zukunft in dieser Hinsicht bringt. Der Mensch hat sich schon immer etwas Revolutionäres einfallen lassen, wovon man vorher nur geträumt hat. Daher bin ich zuversichtlich, dass Fortschritte in der technologischen Entwicklung dem Zusammenbruch des Internets zuvorkommen .-)
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