"In diesen Tagen wird man öfter gefragt, was denn der Internettrend
des kommendes Jahres wird. Wehe dem armen Bürschen, das dann mit Web
2.0 kommt. Der Begriff hat branchenintern ausgedient, keiner kann ihn
mehr hören. Ein gutes Jahr, nachdem das Internet seinen Hype gefunden
hat, ist der Begriff out. Die ersten Auguren versuchen nun - völlig
einfallslos - das Stichwort WEB 3.0 zu platzieren. Aber müssen neue
Trends tatsächlich im Internettempo auf uns einstürzen? Ein wirklich
gutes Thema hat auch eine intensive Auseinandersetzung verdient. Web
2.0 ist zweifellos ein solches Thema. Die Tragweite des Begriffs geht
ja weit über die viel zitierten "Amazon-Kundenrezensionen" hinaus."
Quelle: Internet World Business 14. Dez. 2006 25/06, Seite 4.
Der Chefredakteur der Internet World Business, D. Grollmann, schreibt
mir von der Seele. Wie schon an anderer Stelle in Foren und Blogs
diskutiert, scheint sich hier etwas lawinenartig in Bewegung zu setzen,
was viele nicht mehr ausreichend hinterfragen, sondern einfach
euphorisch hinnehmen. "Hurra, Web 3.0 kommt. Jetzt wird aber voll
durchgestartet! Web 2.0 ist out." Aber wurde eigentlich Web 2.0 von den
Verantwortlichen richtig verstanden? Wurden alle zur Verfügung
stehenden Möglichkeiten überhaupt angewendet? Was ist oder war Web 2.0
überhaupt? Nun ja, ist egal. Wir stürzen uns jetzt auf Web 3.0 - was
auch immer sich dahinter verbergen mag. Vermutlich wissen es nicht
einmal jene Personen genau, die diesen Begriff in die Welt setzen.