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XTOPIA Berlin, erster Tag

by rolosee 11. October 2007 07:58

Hi, eh man sich versieht, ist der erste Tag der XTOPIA in Berlin auch schon vorbei.

Die ca. 600 Teilnehmer konnten schon in den Keynotes Schlagworte wie "digitale Vernetzung", "kuenftige Innovationen kommen aus der Softwarebranche", "realitaetsnahe Infos werden kuenftig in allen Medien zur Verfuegung stehen" hoeren. Es wurden durch Achim Berg, Chef von Microsoft Deutschland die Produkte Silverlight, Microsoft Popfly und Software as a Service in das Rampenlicht gestellt.

Sehr interessant war auch der Vortrag von Sanjay Parthasarathy, der erkannte, dass tatsaechlich zur Zeit sehr viele Buzzwords herumgeistern, gleichzeitig aber auch sehr viele Chancen fuer die Softwareentwicklung bestuenden. The language of Visualizsation: XAML. Einen weiteren Schwerpunkt sieht Sanjay auch in der Emotional Connection, die der User erfahren will. Software duerfe nicht mehr langweilig sein und der Entwickler habe mit Silverlight und Co. alle dazu notwendigen Tools.

Im Anschluss an die Keynotes folgten diverse Vortraege aus den Sparten Development, Design and Business. U.a. RIA mit ASP.NET Ajax und dem Toolkit oder die Vorstellung von Astoria als kuenftiges Werkzeug zur Kapselung und Vereinfachung des Datenzugriffes.

Daniel Walzenbach demonstrierte in seiner Session "Building MashUps with Windows live" die Vermischung und Darstellung von Daten aus verschiedenen Quellen. Eine eindrucksvolle Demo zur Einbindung von Microsoft Virtual Maps in aspx-Seiten zeigte die Leistungsfähigkeit und relativ kurze Entwicklungszeit dieser Technik auf.

Sebastian Weber gab einen Überblick zu den "Office Live Technologien von A-Z", die derzeit im Betastadium vorliegen und künftig webbasierte Dienste für kleinere Unternehmen bieten sollen. Die Bereiche E-Mail, Website und Intranetfunktionen sollen preislich gestaffelt zur Verfügung stehen.

Nun ja, heute geht es in erster Linie um Silverlight. Wie wuerde ein Bekannter aus Bayern sagen: "Schau mer mal".

OK, los geht es.

PS: Die Party gestern war auch nicht schlecht. Man konnte zwischen Kinovorfuehrungen, Kabarett und DJ waehlen. 

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Comments

October 18. 2007 14:41

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Hi Roland,
hier eine Zusammenfassung vom Designer-Track-Session zum Thema: Design und UX von Clemens Lutsch (User Experience Evangelist bei Microsoft Deutschland GmbH). Hauptäschlich ging es darum, auf die Wichtigkeit und Bedeutung von UX hinzuweisen. Laut Herr Lutsch hat sich die sichtweise von Microsoft zu diesem Thema grundsätzlich geändert. Microsoft sieht nun seine Aufgabe u.a. darin: <i><u>"To create products that people love to experience!"</u></i>.

Dabei ist es wichtig zu wissen, dass UX nicht gebaut werden kann, sondern sie geschieht!

Die Bedeutung von UX und die korrekte Einbeziehung von Designern in Projekten scheint noch nicht allen Firmen klar zu sein, was wohl den Herrn Lutsch dazu veranlasst hat, diesen Punkt genauer zu betrachten.

<strong>12 Möglichkeiten ein Projekt zu versemmeln</strong>

<b>#1 - Das falsche Designprojekt wählen</b>
- Design ist nur dann ein entscheidender Faktor, wenn es sichtbar ist
- Tue Gutes und rede darüber, ... wenn du darfst!

<b>#2 - Verwendung von undefinierten Zielgruppen</b>
- Wenn man Spaß haben will, nicht überlegen, für wenn man es macht

<b>#3 - Vermeidung klarer Zuständigkeiten</b>
- Wer hat den gestalterischen Hut auf?
- Wie viele Hüte gibt es?
- Wer entscheidet worüber?
- Wie wird das entstandene verwertet?

<b>#4 - Machen aber nicht erklären</b>
- Vollständigkeit
- Dokumentation
- Erläuterung
- Persönliches Engagement

<b>#5 - Regelmäßige Änderung der Anforderungen</b>
- Briefing
- Rebriefing
- Freeze
- Delivery
- Iterations
- Deployment

<b>#6 - Vermeidung von Rückendeckung</b>
- Ownership dokumentieren
- Trennung von Authorship und Review
- Budgetransparenz
- Zugang zu Gestaltungstechnologien
- Verwertungstransparenz
- Eskalationsrecht

<b>#7 - Auf mangelnde Qualifikation achten</b>
- Aufgabenangemessen Qualifikation
- Handlungskompetenz
- Seniorität, um Defizite zu entdecken
- Seniorität, um Weiterbildungsbedarf zu befriedigen
- Werkzeugskompetenz

<b>#8 - Projektplanung ohne Design</b>
- Design ist ein eigenes Gewerk im Projektplan
- Design besitzt ein Recht auf Start- und Zielfenster
- Design besitzt Budget
- Design besitzt Auftraggeber- und abnehmer
- Design unterliegt Determinanten und Einflussgrößen

<b>#9 - Designer soll sich selbst überprüfen</b>
- Design ist kein Selbstzweck
- Design soll Prüfungen standhalten
- Prüfungen werden vom Dritten gemacht
- Design- und Prüfungsergebnisse ergeben bessere Qualität

<b>#10 - Kontrollverlust durch Design</b>
- Kleine Änderungen im Design können große Folgen für das Gesamtsystem haben
- Nie den Rahmen des Briefings/Rebriefings verlassen
- Auf andere beteiligte Kompetenzen Rücksicht nehmen
- Keine Egomanie entwickeln

<b>#11 - Erwartungshaltung ignorieren</b>
- Design kann Alles in total kurzer Zeit ...?
- Offenheit gegenüber den Projektplan
- Mut zum Ergebnis
- Und nochmal Briefing und Rebriefing

<b>#12 - Isolation des Designer im Unternehmen</b>
- Einbindung im Entwicklungsprozess
- Einbindung im Reportingsprozess
- Übertragung von Verantwortung und Hoheitsgebiet
- Einforderung von Offenheit
- Verpflichtung auf gemeinsames Verständnis

Kamran Jahangiri de

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